Die Wahl des richtigen Standorts

Die Konkurrenz um Flächen ist in vielen Teilen Baden-Württembergs groß. Sowohl der Naturschutz als auch die Landwirtschaft brauchen Flächen, um ihre Ziele zu verwirklichen. Umso wichtiger ist es, dass Freiflächenanlagen bevorzugt auf vorbelasteten Flächen entstehen und Gebiete schont, die für andere Zwecke benötigt werden.

Tabu-Flächen aus Naturschutzsicht

Das Land Baden-Württemberg hat gesetzlich geregelt, dass in folgenden Gebieten keine Freiflächenanlagen errichtet werden dürfen:

  • Nationalparks (§24 BNatzSchG)
  • Naturschutzgebiete (§23 BNatSchG)
  • Gesetzlich geschützte Biotope (§30 BNatSchG)
  • Flächenhafte Naturdenkmäler (§24 BNatSchG)
  • Kernzonen von Biosphärengebieten (§ 25 BNatSchG)
  • FFH-Gebiete, wenn Schutzziel beeinträchtigt (§33 BNatSchG)

Darüber hin aus fordern die Verbände, dass auch die folgenden Gebiete tabu sind:

  • Ökologisch hochwertige Flächen ohne Schutzstatus
  • Landwirtschaftlich hochwertige Flächen
  • Landschaftlich exponierte Flächen

 

Naturschutzfreundliche Planungen

Um die naturschutzfachlichen Schäden zu minimieren, sollten die Anlagen ohne Fundamente im Boden verankert werden. Dadurch sinkt der Anteil der versiegelten Fläche deutlich. Inklusive aller Nebenanlagen soll die Versiegelung nicht über fünf Prozent der Gesamtfläche ausmachen.

Zudem fordern BUND und NABU, dass die Betreiber bereits bei der Genehmigung verpflichtet werden, die Anlage nach der Nutzungsdauer wieder vollständig zurückzubauen und zu recyclen.