Veranstaltungen

Eine zentrale Aufgabe des Dialogforums liegt in der Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Ob ehren- und hauptamtlich Aktive aus Umweltverbänden, Bürgerinnen und Bürger, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger – ihnen allen möchten wir Wissen zu Fachthemen und Verfahrensfragen vermittelt. Wir bieten außerdem Vorträge zu unseren Schwerpunkten an und sind auf Anfrage bei Veranstaltungen mit einem Informationsstand Vorort.

Infoveranstaltung des Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz. Foto: Alexander Gramlich

Infoveranstaltung des Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz. Foto: Alexander Gramlich

Zentrale Inhalte bei Schulungen und Vorträgen sind folgende Themen:

  • Konflikte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien wie Windenergie- und Photovoltaikfreiflächenanlagen mit dem Naturschutz und deren Lösungsansätze
  • Konflikte beim Ausbau der Verteilnetze mit dem Naturschutz und deren Lösungsansätze
  • Beteiligungsmöglichkeiten in den verschiedenen Verfahren
  • Grundlagen des Natur- und Artenschutzrechts
  • Verfassen von Stellungnahmen

Das Dialogforum hat bisher bei rund 80 Veranstaltungen mit Vorträgen, Präsentationen und Ständen über 8.000 Personen direkt erreicht.

 

Kommende Veranstaltungen

Derzeit sind keine Veranstaltungen geplant.

Rückblick 2020

November 2020

Virtueller Dialog voller Energie: Die große Zukunftsgeschichte der Energiewende richtig erzählen

23. November 2020, 18.00 Uhr, Online-Veranstaltung

Die Energiewende ist mehr als nur der Umbau unseres Energiesystems. Sie beschreibt, wie wir zukünftig Energie erzeugen und verbrauchen. Erneuerbar, dezentral und klimaneutral. Im Mittelpunkt der Veränderungsprozesse stehen dabei die Bürger*innen in den Kommunen und Städten Baden-Württembergs. Die Herausforderung, Naturschutz, regionale Wertschöpfung und die Interessen der Menschen vor Ort in Einklang zu bringen, sind immens. Wo liegen Widerstände gegenüber der Energiewende und wie können diese überwunden werden? Wird die große Zukunftsgeschichte der Energiewende richtig erzählt, setzt sie Energie und Motivation bei den Menschen zur Bewältigung dieser Jahrhundertaufgabe frei?

Diese Themen standen im Fokus der virtuellen Dialogveranstaltung mit Landesumweltminister Franz Untersteller und Prof. Dr. Frank Brettschneider, Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Zuschauende am Livestream zuhause konnten sich mit Anregungen, Kommentaren und Fragen im Chat an der Diskussion beteiligen.

Die Veranstaltung wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz organisiert.
 
 

September 2020

PV-Besichtigung und Seminar: Solarenergie und Naturschutz

Schafe grasen zwischen den Photovoltaik-Modulen. Foto: NABU/Andrea Mokenthin-Kessler

Schafe grasen zwischen den Photovoltaik-Modulen. Foto: NABU/Andrea Mokenthin-Kessler

Am 24. September kamen 35 interessierte Bürgermeister, Kommunalvertreter*innen und Naturschützer*innen aus Langenenslingen und benachbarten Gemeinde zusammen, um sich über das Thema Solarenergie und Naturschutz und dessen Vereinbarkeit zu informieren und zu diskutieren. Zunächst wurde praxisnah der Solarpark Riedlingen der EnBW besichtigt. Während sich die Gruppe über die technischen Grundlagen und den naturschutzfachlichen Ausgleich unterhielt, grasten nebenan die Schafe auf der Anlage. Im Anschluss trafen sich alle beim Eisighof an der Planungsfläche für den neuen Solarpark Wilflingen. Dort soll der größte Solarpark Baden-Württemberg entstehen. Auch hier hatten alle die Gelegenheit, Fragen zur Planung an den Projektentwickler der SolNet GmbH und an den Flächeneigentümer zu stellen. Anschließend ergänzten zwei Vorträge die Eindrücke: Thomas Uhland von Solar Cluster BW berichtete vom Ausbau der Solarenergie in Baden-Württemberg, der deutlich schneller vorangehen müsste, um die Klimaziele zu erreichen. Andrea Molkenthin-Kessler vom Dialogforum gab einen umfassenden Einblick in die ökologischen Gestaltungsmöglichkeiten einer Photovoltaik-Freiflächenanlage. Aus Sicht von BUND und NABU können durch eine gute ökologische Planung und Gestaltung mit Einbindung der Naturschützer*innen Eingriffe in Lebensräume geringgehalten und die Artenvielfalt erhöht werden. In der anschließenden Diskussion ging es um Fragen zum Thema Ausgleich, zur erfolgreichen Umsetzung einer dezentralen Energiewende und dem Thema Ökopunkte besprochen.

 

Juni 2020

Exkursion im Nationalpark: Klimawandel und Naturschutz

Franziska Janke auf der Exkursion. Foto: BUND/Patrick Maier

Projektleiterin Franziska Janke auf der Exkursion. Foto: BUND/Patrick Maier

Am Samstag, den 27. Juni machte sich die Exkursionsgruppe mit 9 Personen auf den Weg, um im Nationalpark Nordschwarzwald über Auswirkungen des Klimawandels und Erneuerbare Energien und Naturschutz zu sprechen. Auf dem Weg vom Mummelsee zur Hornisgrinde wurden mehrfach Stopps eingelegt, um mit Urs Reif vom Nationalpark über Klimawandelauswirkungen und Waldumbau zu diskutieren. Mit Blick auf die Windenergieanlage auf der Hornisgrinde erläuterte Franziska Janke vom Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz beim Ausbau der Windenergie, insbesondere im Schwarzwald, und mögliche Lösungen. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass Klima- und Naturschutz vereinbart werden müssen und können. Zum Ausklang gab es Kaffee und Kuchen und eine gute Aussicht auf der Grindehütte.

 

Februar 2020

Dialog voller Energie: “Eigentlich bin ich klimafreundlich, aber…”

3. Februar 2020, 18.00 Uhr, Hospitalhof, Stuttgart

Beim Dialog voller Energie kamen rund 100 Klimaschützer*innen zusammen, um mit der Umweltpsychologin Dr. Isabella Uhl-Hädicke und Staatssekretär Dr. Andre Baumann zu diskutieren. Unter dem Titel „Eigentlich bin ich klimafreundlich, aber…“ erklärte Dr. Uhl-Hädicke verschiedene Verhaltensweisen als Reaktion auf Informationen über den Klimawandel.  Während umweltinteressierte Menschen durch Bedrohungsszenarien zum Handeln motiviert werden, können diese bei anderen eine Schockstarre auslösen. Wirkungsvoller sei es, positive Zukunftsvisionen aufzuzeigen. Auch der Vergleich mit anderen kann das Verhalten positiv beeinflussen. Dr. Baumann nannte dazu Beispiele der Energiewendekampagne des Landes. Deutlich wurde: Konkrete Handlungsaufforderungen, was jede*r für Umwelt und Klima tun kann, motivieren Menschen zu umweltfreundlichem Verhalten.

Die Veranstaltung wurde vom Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz von BUND und NABU Baden-Württemberg und der Energiewendekampagne des Umweltministeriums Baden-Württemberg organisiert.

Die Präsentation von Dr. Uhl-Hädicke können Sie hier herunterladen:
Vortrag Klimawandelkommunikation zum Download

 

Januar 2020

Seminar mit Exkursion “Ökologische Trassenpflege in der Praxis, Beispiel Ehinger Ried”

16. Januar 2020, 11.00-15.00 Uhr, Mühlhausen-Ehingen

Am 16. Januar hat das “Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz” ein Seminar im Rathaus Ehingen mit anschließender Exkursion ins Naturschutzgebiet Ehinger Ried veranstaltet. Im Rahmen von Vorträgen wurden den Vertreter*innen von Netzbetreibern, Ämtern und Naturschutzverbänden Grundlagen zur ökologischen Stromtrassenpflege, Naturschutzpotenziale und Maßnahmen erläutert. Die Umsetzung einer naturnahen Gehölzpflege wurde im Anschluss im Ehinger Ried anhand konkreter Maßnahmen angeschaut, in dem zur selben Zeit die Gehölzpflegearbeiten stattfanden. Das Naturschutzgebiet wird seit 1986 vom BUND betreut und ist ein Vorzeigebeispiel, bei dem die Zusammenarbeit bei der Trassenpflege zwischen allen Akteuren gut funktioniert.

Das Dialogforum sieht in der ökologischen Trassenpflege wertvolle Chancen für den Naturschutz. Die Nutzung von Stromtrassen bietet bisher zu wenig genutztes Potenzial, Lebensräume zu vernetzen und die Artenvielfalt unter Stromleitungen zu fördern.

 

Seminar bei den Naturschutztagen am Bodensee:
Klima- UND Naturschutz gemeinsam denken!

4. Januar 2020, 14.00 Uhr, Milchwerk, Radolfzell

Immer wieder wird versucht, Klima- und Artenschutz gegeneinander auszuspielen. Dass eine naturverträgliche Umsetzung der Energiewende möglich ist, zeigt eine 2018 vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie im Auftrag des NABU erstellte Studie. Wie der Ausbau von Erneuerbaren Energien naturverträglich gestaltet werden und was jede*r Einzelne von uns dazu beitragen kann, wurde im Workshop durch Vorträge und interaktive Phasen thematisiert.

 

Seminar bei den Naturschutztagen am Bodensee:
Ökologisches Trassenmanagement in der Praxis

Sonntag, 5. Januar 2020, 14.00 Uhr, Milchwerk, Radolfzell

Im Seminar wurden anhand von Beispielen aus der Praxis zunächst verschiedene Maßnahmen des Ökologischen Trassenmanagements und deren Potenziale für den Naturschutz vorgestellt. Anschließend diskutierten die Seminarteilnehmenden zusammen mit Vertreter*innen des Verteilnetzbetreibers Netze BW Ansätze zur verstärkten Umsetzung eines naturnahen Trassenmanagements.

Rückblick 2019

September 2019

Dialogforum bei den Energiewendetagen 2019

21. September 2019, 11.00 bis 16.00 Uhr, Schlossplatz Stuttgart

Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz präsentierte sich bei den Energiewendetagen Baden-Württemberg auf dem Stuttgarter Schlossplatz mit einem Infostand zu den Themen rund um die naturverträgliche Energiewende. Die Besucher*innen wurden über die Arbeit des Dialogforums informiert und zu konkreten Fragen beraten. Bei drei richtigen Fragen am Glücksrad gab es Hauptpreise für Groß und Klein.

 

Juli 2019

Fachdiskussion “Ökologisches Trassenmanagement in Baden-Württemberg etablieren”

10. Juli 2019, 10.30 bis 16.00 Uhr, Stuttgart

Das ökologische Trassenmanagement (ÖTM) bietet Chancen, Lebensräume und Artenvielfalt unter Stromleitungen zu fördern und es kann dabei auch einen Beitrag zum Biotopverbund liefern. Damit ÖTM in Baden-Württemberg zur gängigen Praxis wird, initiierte das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ eine erste Fachdiskussion mit Vertreter*innen von Ministerien, Regierungspräsidien, Netzbetreibern und Verbänden.

Impulsvorträge zu den Schwerpunkten Naturschutz, rechtlichen Grundlagen, Wirtschaftlichkeit und Umsetzung zeigten das Potenzial von Ökologischem Trassenmanagement für den Naturschutz sowie Wege, wie es bei der Stromnetzplanung und im Bestand umgesetzt werden kann. In einem Workshop am Nachmittag wurden die Inhalte vertieft und diskutiert, wie das ÖTM in Baden-Württemberg zur gängigen Praxis werden könnte.

 

Juni 2019

Workshop Lebensraum Solarpark – Paradies für Bienen und Co? PV-Freiflächenanlagen und Naturschutz

27. Juni 2019, 16.30 bis 20.00 Uhr, Stuttgart

Im Rahmen des gemeinsam mit dem Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. durchgeführten Workshops haben Vertreter*innen der Solarbranche und des Naturschutzes diskutiert, wie konkrete Maßnahmen des Natur- und Artenschutzes bei der Planung von PV-Freiflächenanlagen aussehen und, wie diese (gemeinsam) umgesetzt werden können, damit Natur- und Klimaschutz bei Planungen von Anfang an Hand in Hand gedacht werden.

Ein breites Spektrum an fachlichem Input zu Themen von Schafbeweidung bis Ökopunktekonto zeigte, dass durch eine entsprechende naturverträgliche Gestaltung und Pflege von PV-Freiflächenanlagen Klima- und Naturschutzaspekte auf einer Fläche gemeinsam umgesetzt werden können. Die vorgestellten positiven Beispiele motivieren zu weiteren naturverträglichen Projekten – nicht zuletzt, um die Akzeptanz der Anlagen weiter zu fördern.

April 2019

Vortrag Photovoltaik-Freiflächenanlagen naturverträglich gestalten

2. April 2019, 11.30 Uhr, Hohberg

Die Energieagentur Regio Freiburg lud am 2. April zu einer Fortbildungs- und einer Netzwerkveranstaltung ein, bei der das Dialogforum vorstellte, wie eine naturverträgliche Gestaltung solarer Freiflächenanlagen aussehen kann.

Nach verschiedenen Vorträgen zum Thema „Anforderungen an die Planung von PV-Freiflächenanlagen“ am Vormittag gab es unter dem Motto „Photovoltaik voranbringen –Aber wie?“ Gelegenheit zum Austausch mit interessierten Akteuren*innen.

 

März 2019

Vortrag zum Thema Klimawandel
28. März 2019, 19.00 Uhr, Mudau

Noch nie war der Klimawandel in Deutschland so greifbar wie 2018. Neben dem Absenken des Energieverbrauchs insgesamt sowie der effizienteren Nutzung von Energie bleibt der Ausbau der Erneuerbaren Energien ein wesentlicher Baustein für das Erreichen der Klimaschutzziele. Zu diesem hochaktuellen Thema informierte das “Dialogforum Erneuerbare Energien und Natur” am Donnerstag, den 28. März in Mudau.

 

Februar 2019

Seminar Beteiligungs-Know-how Windenergie

Datum: 19. Februar 2019, 17:00-21:30 Uhr, Ort: Freiburg, Schwarzwaldverein

In diesem Seminar bekamen Ehrenamtliche aus BUND, NABU und Schwarzwaldverein einen Einblick in die verschiedenen Verfahren zu Windenergieplanungen. Ziel dabei war es, Naturschützer*innen zu befähigen, sich aktiv in die Verfahren einzubringen. Denn eine gute Bürgerbeteiligung ist unabdingbar für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

 

Januar 2019

Seminar bei den Naturschutztagen am Bodensee:
Energiewende und Naturschutz im Schnelldurchlauf

Datum: 4. Januar 2019, 14:00-17:00 Uhr, Ort: Radolfzell, Milchwerk

Klimaschutz – Energiewende – Naturschutz: Wie können wir das alles unter einen Hut bringen?
In einem interaktiven Workshop wollen wir vom „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ von BUND und NABU zeigen, wie das möglich ist. Es wird aber auch darum gehen, welche Konflikte dabei entstehen können und welche Auswirkungen der Klimawandel auf Natur und Arten hat. Wir spannen einen Bogen vom Klimaschutz über die Energiewende bis hin zum Naturschutz und bieten Ihnen dabei die Möglichkeit sich einzubringen und mit uns zu diskutieren.

 

Seminar bei den Naturschutztagen am Bodensee:
Stromleitungen für Vögel sicher machen

Datum: 5. Januar 2019, 14:00-17:00 Uhr
Ort: Radolfzell, Milchwerk

Freileitungen spielen eine tragende Rolle für die flächendeckende und sichere Energieversorgung. Für Vögel bergen sie aber auch verschiedene Risiken, von Kollision bis Stromtod.
Im Seminar wird erläutert, welche Gefahren für Vögel durch Freileitungen entstehen und wie sie vermieden oder vermindert werden können. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachgebieten werden relevante Fragen für die Praxis beantworten. Neben dem Input durch die Fachleute wird es auch Gelegenheit geben, eigene Ideen zu diskutieren, um Freileitungen für Vögel sicherer zu machen.