Windenergie – stürmische Diskurse

Ende 2017 drehten sich in Baden-Württemberg 709 Windenergieanlagen. Sie stellen 3,4 Prozent des in Baden-Württemberg erzeugten Stroms bereit. Aktuell erzeugen Erneuerbaren Energien über 27 Prozent des Stroms in Baden-Württemberg. Bis 2020 soll dieser Anteil auf 38 Prozent steigen, bis 2050 auf 80 Prozent. Nach der Photovoltaik hat die Windenergie noch großes Ausbaupotenzial. Das zeigt: Es werden noch zahlreiche Anlagen gebaut werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.

Wie jedes Infrastrukturprojekt ist auch der Bau von Windenergieanlagen (WEA) ein Eingriff in die Natur – mit zum Teil erheblichen negativen Auswirkungen. Um diese zu minimieren, ist eine gute Planung und insbesondere eine sorgfältige Auswahl der Standorte wichtig.

Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz möchte dazu beitragen, dass Planungen und Standortentscheidungen möglichst naturverträglich ausfallen. Dazu setzen wir auf den konstruktiven Dialog zwischen Planern, Behörden, Naturschutzverbänden und interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Denn ein frühzeitiger, offener Austausch macht in vielen Fällen naturverträgliche Lösungen erst möglich und hilft dabei, Konflikte zu vermeiden, abzuschwächen und gegebenenfalls zu überwinden.

 

Status quo:
Windenergieanlagen in Baden-Württemberg

Die Landesanstalt für Umwelt und Messungen Baden-Württemberg (LUBW) macht im Energieatlas den aktuellen Ausbaustand transparent. Dort finden Sie sowohl Angaben zu bestehenden Anlagen als auch zu den ermittelten Windpotenzialflächen.

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