Windenergie – stürmische Diskurse
Ende 2020 drehten sich in Baden-Württemberg 779 Windenergieanlagen. Sie stellten 6,8 Prozent des in Baden-Württemberg erzeugten Stroms bereit. Aktuell erzeugen Erneuerbaren Energien über 31 Prozent des Stroms in Baden-Württemberg. Bis 2050 soll dieser Anteil auf 80% ansteigen. Nach der Photovoltaik hat die Windenergie noch großes Ausbaupotenzial. Das zeigt: Es werden noch zahlreiche Anlagen gebaut werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.
Wie jedes Infrastrukturprojekt ist auch der Bau von Windenergieanlagen (WEA) ein Eingriff in die Natur – mit zum Teil negativen Auswirkungen. Um diese zu minimieren, ist eine gute Planung und insbesondere eine sorgfältige Auswahl der Standorte wichtig.
Zum Beispiel können bei WEA-Planungen im Wald durch die Wiederaufforstung aus einer Fichtenmonokultur, die durch Trockenheit und Borkenkäfer bereits stark geschädigt ist, naturnahe Laubmischwälder entstehen. Automatische Abschaltungen senken das Kollisionsrisiko für Fledermäuse und artspezifische Ausgleichsmaßnahmen, auch außerhalb des Waldes, schaffen Ersatzlebensräume. Denn sowohl Naturschutz als auch Klimaschutz sind dem Dialogforum Energiewende und Naturschutz ein großes Anliegen.