Energiewende Wie sieht das Energiesystem der Zukunft aus? 

Die Klimakrise drängt! Um die Erderwärmung und damit die Auswirkungen der Klimakatastrophe auf Menschen und Umwelt zu begrenzen, müssen die  vom Menschen verursachten Treibhausgase so schnell wie möglich reduziert bzw. auf null gebracht werden. Bis zum Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral sein und eine Treibhausgasneutralität erreichen, in Baden-Württemberg ist dieses Ziel schon bis 2040 gesetzt. Dafür muss die gesamte Energieversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt werden. 

Klimastreifen Hawkins et al BAMS 2025

Bisher war die Energiewende vor allem eine Elektrizitätswende, d.h. die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien, wobei Wind und Sonne zu den wichtigsten Energiequellen zählen. Bei der Wasserkraft und Biomassenutzung ist das Ausbaupotenzial gering und aus Naturschutzsicht kritisch zu betrachten. Zur Energie- und insbesondere zur Elektrizitätswende gehören aber auch die Anpassung der Stromnetze an die neuen Gegebenheiten und der Ausbau mit Stromspeichern.

Die Abbildung zeigt im Stromsektor die Kraftwerksleistung Baden-Württembergs bis 2020 sowie zukünftig im Klimaneutralitäts-Szenario bis 2040. Photovoltaik und Windenergie haben im zukünftigen Energiemix die größte Bedeutung.

Verschiedene Szenarien zur Klimaneutralität betrachten nun inzwischen die Entwicklung der erneuerbaren Strom- und Wärmeerzeugung. Vorausgesetzt wird die Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs bis zum Jahr 2040 um knapp 40 Prozent gegenüber 2020. Diese muss vor allem im Wärme- und Verkehrssektor erfolgen, da sich die Stromnachfrage in Folge des zunehmenden Einsatzes von Strom zu Heiz- und Mobilitätszwecken erhöhen wird. 

Die Wärmewende wurde lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Bei der Transformation der Wärmeversorgung bleibt noch viel zu tun. 

 

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